Wie Airpaq die Corona-Krise bewältigt

Wie Airpaq die Corona-Krise bewältigt

Seit Mitte Februar haben auch wir in Europa mit dem neuartigen Virus SARS-CoV-2 zu kämpfen. Ebenfalls betroffen ist unser nachhaltiges Start-Up, denn seit dem 16. März ist unser kleiner Showroom in Köln-Neuehrenfeld – unser ganzer Stolz – bis auf unbestimmte Zeit geschlossen. In diesem Blogbeitrag möchten wir euch gerne mehr davon erzählen, wie Airpaq als kleines Start-Up mit der Corona-Krise umgeht.

Wie geht es der Qrew?

Das kleine aber feine Airpaq-Team besteht zur Zeit aus drei Mitgliedern: den beiden Co-Foundern Michi und Adrian und der studentischen Mitarbeiterin Marie.

Michi i häuslicher Quarantäne in NorditalienBesonders stark von der Corona-Pandemie betroffen ist zur Zeit unser Co-Founder Michi, denn er wohnt im nord-italienischen Südtirol. Die Maßnahmen dort sind allgemein sehr strikt: alle Einwohner stehen bis auf weiteres unter häuslicher Quarantäne. Doch fast jeden Tag ändern sich die Regulierungen und Vorschriften; so mussten beispielsweise vor ein paar Tagen alle Unternehmen, welche nicht für die lebensnotwendige Versorgung der Bevölkerung zuständig sind, auf unbestimmte Zeit schließen. Klar ist, dass alle Einwohner nur für das absolut Nötigste ihr Haus verlassen dürfen, zum Beispiel um einkaufen zu gehen. Bei Verletzung dieser Regeln drohen Geld- oder Gefängnisstrafen, denn obwohl Südtirol glücklicherweise nicht ganz so stark betroffen ist wie die italienischen Regionen Lombardei oder Venezien, gelten die harschen Vorschriften im ganzen Land. Michi sagt über die Situation vor Ort: „Der Ernst der Lage ist hier längst bei jedem angekommen. Es freut mich zu sehen, wie diszipliniert und verantwortungsbewusst die Menschen mit dieser neuen und gewöhnungsbedürftigen Situation umgehen. Die Straßen sind wie leergefegt, die Leute halten sich an die strengen Regulierungen und Vorschriften und verlassen das Haus nur mehr für das absolut Notwendigste. Außerdem habe ich endlich eine Antwort auf die ewige Frage, ob die Südtiroler eher wie die Deutschen oder Italiener ticken, gefunden – während in den Supermärkten die Regale mit dem Klopapier noch gut gefüllt sind, fällt es schwer, noch eine gute Flasche Wein zu finden.“

 

Adrian vor dem geschlossenen ShowroomAdrian und Marie hingegen sind beide in Köln sesshaft und teilen sich normalerweise den kleinen Showroom in Neuehrenfeld gleichzeitig als gemütliches Büro. Während der Krise hält Adrian jedoch im Showroom alleine die Stellung. „Es ist still bei uns im Showroom geworden, ein komisches Gefühl. Besonders schade finde ich es keine Kunden mehr im Laden begrüßen zu können. Wir haben Airpaq ja online gestartet, daher war es für mich immer ein tolles Erlebnis mit den Menschen im Laden auch mal offline zu quatschen. Das hat mich immer sehr motiviert und auch oft zu sehr hilfreichem Feedback geführt.“ Währenddessen arbeitet Marie im Home Office von ihrem Zuhause in Köln-Sülz aus weiter: „Anfangs war es erst mal ein wenig seltsam, alleine zuhause und nicht mehr im Team vor Ort zu arbeiten. Man gewöhnt sich aber mit der Zeit an die neue Situation und dank Social Media bleibe ich auch weiterhin mit Adrian und Michi connected. So funktioniert das Arbeiten bei Airpaq trotzdem ohne Probleme. Aber ich freue mich auch wieder darauf, gemeinsam in unserem Showroom zu arbeiten und zusammen die Mittagspausen zu verbringen.“

Marie im Homeoffice


Trotz den ganzen neuen Umständen und Herausforderungen versuchen wir also optimistisch und positiv gestimmt zu bleiben, denn wir sind bisher alle gesund und munter, was die Hauptsache ist. Wir arbeiten also ganz entspannt im Home Office weiter, um euch nach wie vor den bestmöglichen Kundenservice garantieren zu können, und euch somit vielleicht sogar eine Freude im ansonsten momentan eher eintönigen Alltag machen zu können.

Wie wirkt sich die Krise auf unsere Produktion aus?

In unserer Produktionsstätte in Timisoara, Rumänien läuft nach wie vor alles glatt. In dieser Region gibt es bisher nur sehr wenige bestätigte Corona-Infektionen. Dennoch wurden in der Näherei, in der unsere Produkte hergestellt werden, umfassende Präventivmaßnahmen ergriffen: So wurde eine strikte Schichtarbeit eingeführt, um Kontakte möglichst gering zu halten. Zudem sind alle Nähmaschinen und Geräte mindestens zwei Meter voneinander entfernt und auch die Mitarbeiter*innen werden dazu angehalten, stets einen Abstand von zwei Metern zueinander zu wahren. Auf diese Weise können wir guten Gewissens weiterproduzieren und somit sicherstellen, dass die Produkte, die ihr bei uns bestellt, auch fristgerecht geliefert werden.

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf unser Geschäft aus?

Wie schon erwähnt mussten wir vor zwei Wochen unseren Showroom in der Iltisstraße in Köln auf unbestimmte Zeit schließen. Doch nicht nur unser eigener Laden sondern auch alle Händler, – über 100 in der Zahl – die unsere Produkte vertreiben, mussten aufgrund der Krise vorrübergehend schließen. Das tut uns sehr leid, denn besonders unsere Einzelhändler haben uns von Anfang an super unterstützt, und ohne sie wären wir mit Airpaq ganz sicher nicht da, wo wir heute sind. Wir sind zwar sehr froh darüber, dass wir unsere Produkte weiterhin über unseren Online-Shop verkaufen können, jedoch sind auch dort die Verkäufe stark eingebrochen. Zurzeit ist wirklich jeder einzelne Online-Verkauf eine große Unterstützung für uns, die uns dabei hilft, die laufenden Kosten zu decken und so auch diese schwierige Zeit irgendwie zu bewältigen.

Die Heldenwoche läuft noch bis zum 02.04.20 – und weitere Start-ups beteiligen sich

Nach dem ersten Schock haben wir uns gesagt, den Kopf in den Sand zu stecken, ist für uns keine Option. Jetzt heißt es, Solidarität zu zeigen und da zu helfen, wo wir können. Mit diesem Gedanken haben wir die „Heldenwoche“ ins Leben gerufen: Wir spenden seit dem 19. März bis zum 2. April 20 Prozent unseres gesamten Online-Umsatzes an die Corona-Nothilfe des Deutschen Roten Kreuzes, um denjenigen zu helfen, die in dieser besonders schwierigen Zeit für die Gesundheit aller im Einsatz sind. So entlastet das DRK zur Zeit unter anderem mit mobilen Arztpraxen und mobilen Fiebermessstationen das deutsche Gesundheitssystem. Bislang sind durch unsere Spendenaktion bereits über 1.000 Euro zusammengekommen,die vom DRK dafür eingesetzt werden, die Corona-Krise zu entschleunigen und hoffentlich bald zu besiegen.

Was uns jedoch am allermeisten freut, ist, dass wir mit unserer Aktion weitere Startups und Unternehmen inspirieren konnten (Birkenspanner, forest gum, LagerPlus GmbH, MADEKIND, Nature Nerds, Saatgutkonfetti, waschkram, thecanoshoe und udo duo), die jetzt gemeinsam mit Airpaq für die Helden des DRK sammeln. Wir glauben fest daran, dass der beste Weg, solch eine Krise zu überstehen, ist, solidarisch zu bleiben und aufeinander aufzupassen. Niemand sollte in so einer nervenaufreibenden Zeit alleine gelassen werden.

Wir hoffen, dass auch ihr die Corona-Krise gut überstehen werdet, damit wir alle möglichst schnell wieder draußen Eis essen und uns mit Freunden im Park zu einem sommerlichen Picknick treffen können. Bleibt gesund und lasst den Kopf nicht hängen, denn bessere Zeiten kommen ganz sicher!

Euer Airpaq Team


1 comment


  • Christoph

    druecken euch die Daumen!
    haben schon 2 Airpaqs, koennen euch daher “nur” weiter empfehlen…
    LG aus dem Sueden


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